Der Freireligiöse Wohlfahrtsverband – Selbstverständnis

Der Freireligiöse Wohlfahrtsverband, Ortsverein Mannheim, orientiert sich am freireligiös- humanistischen Welt- und Menschenbild und fühlt sich der Idee sozialer Gerechtigkeit verpflichtet.

Ausgehend von den Menschenrechten, die jedem Mensch ein Leben in Würde und in freier Entfaltung seiner Persönlichkeit zuerkennen, setzt sich der Freireligiöse Wohlfahrtsverband ein für Chancengleichheit, Nichtdiskriminierung, Humanität und soziales Engagement.

Demokratische Haltung und Organisationsstruktur, Toleranz und Offenheit gegenüber der Diversität gesellschaftlicher Entwicklungen sieht der Freireligiöse Wohlfahrtsverband dabei als unverzichtbare Grundlagen seiner sozialen Arbeit an.

Besonderen Wert legt der Verband auf die Förderung mitbürgerlichen Engagements, auf die Unterstützung ehrenamtlicher sozialer Arbeit und die Hilfe zur Selbsthilfe – einem wichtigen Charakteristikum Freier Wohlfahrtspflege.

In der praktischen Arbeit bietet er sowohl Hilfeleistungen für Einzelpersonen der freireligiösen Gemeinde als auch auf kommunaler Ebene im sozialen, jugend- und bildungspolitischen Bereich.

Die Freireligiösen

Die freireligiöse Bewegung ging hervor aus dem Protest Johannes Ronges gegen Reliquienkult (Verehrung des heiligen Rockes in Trier 1844) und Heiligenverehrung, gegen das Zölibat und die Ohrenbeichte. Seine Vision einer überkonfessionellen Religion der Humanität, unterstützt durch einen Aufruf von Robert Blum in den „Sächsischen Vaterlandsblättern“ führte zur Gründung deutschkatholischer Gemeinden in ganz Deutschland, die sich später in freireligiöse Gemeinden umbenannten.

Die Freireligiöse Gemeinde Mannheim wurde am 17.08.1945 gegründet und erhielt im Mai 1848 die staatliche Anerkennung als Religionsgemeinschaft. Sie ist mit über 50% der Mitglieder die größte der Gemeinden innerhalb der Freireligiösen Landesgemeinde Baden. Sie hat eine eigene Satzung und regelt ihre Angelegenheiten frei und selbständig.

Heute stehen die Freireligiösen als eine säkulare Religions- und humanistisch orientierte Weltanschauungsgemeinschaft

– für ein Leben in Selbst- und Mitverantwortung in der Gesellschaft,
– für eine Ethik der Achtung vor dem Leben und der Naturverbundenheit,
– für den Einsatz für die Verwirklichung der Menschenrechte
– und eines nachhaltigen Umgangs mit den Ressourcen der Gesellschaft und der Natur.